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Aktuelles

Künstliche Intelligenz klassifiziert Darmkrebs anhand von IR-Imaging

Innerhalb von nur 30 Minuten kann die Infrarotmikroskopie automatisiert erkennen, um welche Form von Tumor es sich handelt. Auf dieser Basis lassen sich Therapieentscheidungen sicherer treffen. ...
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zur Publikation

Bochumer Alzheimer-Bluttest wird weiterentwickelt

Die Alzheimer-Krankheit durch einen Bluttest frühzeitig und sicher nachweisen: Daran arbeitet Prof. Dr. Klaus Gerwert, Biophysiker der Ruhr-Universität Bochum (RUB). Gemeinsam mit Prof. Dr. Philip Scheltens...
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Veranstaltungen in Zeiten von Corona

Aufgrund der aktuellen Corona Situation finden derzeit keine Veranstaltungen in PRODI statt. Über virtuelle Formate und zukünftige Veranstaltungen werden wir Sie an dieser Stelle informieren.
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Herausforderungen einer alternden Gesellschaft

Nicht nur in Deutschland führen ständig besser werdende Lebens- und Gesundheitsbedingungen dazu, dass die durchschnittliche Lebenserwartung kontinuierlich steigt. Bereits heute liegt die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Frauen bei knapp 95 Jahren. Die durchschnittliche Lebenserwartung neugeborener Männer liegt bei gut 88 Jahren.

Mit einer steigenden Lebenserwartung nehmen aber auch klassische Alterserkrankungen wie Krebs und neurologische Erkrankungen weiter zu. Das stellt nicht nur die Betroffenen und ihre Angehörigen, sondern auch unser Gesundheitssystem vor große soziale und ökonomische Herausforderungen.

Unsere Mission

Methodenentwicklung zur (Früh-)Diagnostik und Therapieprädiktion

Um die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu meistern, ist das vorrangige Ziel im Zentrum für Proteindiagnostik (PRODI) die Entwicklung neuer, minimalinvasiver Methoden zur Diagnostik und Therapieprädiktion. Im Fokus stehen dabei neurologische und onkologische Erkrankungen. Insbesondere werden innovative Methoden entwickelt, die bereits in frühen Krankheitsstadien präzise Informationen über Erkrankungen und individuelles Therapieansprechen liefern.

Ziele von PRODI

1. Weiterentwicklung und Anwendung Marker-freier vibrationsspektroskopischer, proteomanalytischer und bioinformatischer Methoden in der grundlagenorientierten Proteinforschung und in der anwendungsorientierten Diagnostik und Therapieprädiktion von neurologischen und onkologischen Erkrankungen
2. Translation der Methoden in die Klinik
3. Unterstützung von Startups in der „seed“-Phase

Unsere Vision

Wenn Proteine krank machen

Praktisch alle onkologischen und neurodegenerativen Erkrankungen gehen mit Proteinveränderungen einher. Proteine regeln sämtliche Lebensprozesse in der Natur und bestimmen unter anderem auch das Wachstum und die Teilung von Zellen. Bereits Veränderungen in einem einzigen Protein können schwerwiegende onkologische und neurodegenerative Erkrankungen auslösen. Oft kommt es erst viele Jahre nach Auftreten der Proteinveränderungen zu makroskopisch sichtbaren, morphologischen Veränderungen im Gewebe. Daher analysieren wir im Zentrum für Proteindiagnostik skalenübergreifend makroskopische Veränderungen im Gewebe, Veränderungen in Zellen sowie Proteinveränderungen auf der molekularen Ebene. Die Untersuchungen der Proteine auf molekularer Ebene komplementieren dabei die Arbeiten am Lehrstuhl für Biophysik der Ruhr-Universität Bochum.

Krankheiten früher erkennen

Die genannten Proteinveränderungen können als Biomarker dienen, um Krankheiten bereits in frühen, noch symptomlosen Krankheitsstadien phänotypisch nachzuweisen (Prinzip der Sekundärprävention). Sind bestimmte Proteine als „Key Player“ identifiziert, kann gezielt sowohl in die verursachenden Faktoren als auch in das Krankheitsgeschehen selbst – im Sinne einer frühzeitigen Therapie – eingegriffen werden. Sind diese Proteinbiomarker validiert, können sie auch zum Monitoring von Therapieverläufen bis hin zur Prädiktion von Therapieerfolgen eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine individuelle, präzise Medizin mit neuen Therapieansätzen.

Ein kleiner Pieks zur Vorsorge

Einmal zum Blutabnehmen, eine Urinprobe, und alle wichtigen Vorsorgeuntersuchungen sind erledigt – das ist die Vision, die die Forscher in PRODI antreibt. Sie setzen dabei auf kriminalistische Methoden: So wie jeder Mensch einen einzigartigen Fingerabdruck hat, existiert für jede Erkrankung ein charakteristisches Proteinprofil. Bestimmte Proteine, die auch im gesunden Körper vorkommen, werden von kranken Zellen massenhaft überproduziert oder verändert. Sind diese Proteine und ihr Profil bekannt, kann man sie gezielt suchen, zum Beispiel im Blut oder Urin. Erkennt man Krankheiten wie Krebs oder die Alzheimerkrankheit bereits im frühen, aber noch symptomlosen Zustand, kann sehr viel schonender und erfolgreicher behandelt werden.

Unsere Kompetenzbereiche

Um die oben genannten Ziele zu erreichen haben wir in PRODI einen hocheffizienten Workflow etabliert, der von der Probengewinnung und -charakterisierung im Kompetenzbereich Experimentelle Medizin und in kooperierenden Kliniken über detailliert abgestimmte Analysen in den Kompetenzbereichen Biospektroskopie und Medizinische Proteomanalyse bis zur plattformübergreifenden Auswertung der gewonnenen Daten im Kompetenzbereich Bioinformatik reicht.

Biospektroskopie

Im Kompetenzbereich Biospektroskopie werden nicht-invasive, Marker-freie vibrationsspektroskopische (Imaging)-Methoden zur Charakterisierung von Gewebe, Zellen und Körperflüssigkeiten eingesetzt und weiterentwickelt.

Experimentelle Medizin

Im Kompetenzbereich experimentelle Medizin wird experimentelle klinische Expertise auf dem Gebiet pathologischer, onkologischer und neurologischer Forschung zusammengeführt.

Medizinische Proteomanalyse

Im Kompetenzbereich Medizinische Proteomanalyse werden Massenspektrometrie-basierte und Proteomik-Technologien zur Charakterisierung von Gewebe, Zellen und Körperflüssigkeiten eingesetzt und weiterentwickelt.

Bioinformatik

Im Kompetenzbereich Bioinformatik findet die plattformübergreifende Datenanalyse und Entwicklung neuer bioinformatischer Ansätze statt. Sie schlägt die Brücke zwischen Genom, Transkriptom und Proteom.